Weißblechdruck- und Lackierverfahren, Eigenschaften

Der Druck spielt bei Metallblechprodukten, insbesondere bei Verpackungen, eine entscheidende Rolle. Wir bedrucken Weißblech in der Regel zunächst individuell und veredeln es anschließend durch Biegen, Strecken, Bördeln und andere Verfahren. Diese Verfahren erfordern hohe Festigkeit und Haftung, um zu verhindern, dass sich die Beschichtungsfolie und die Farbschicht verformen, reißen oder gar vom Weißblech ablösen. Daher ist eine Farbschicht zwischen Weißblech und Farbe unerlässlich, um die Haftung zu gewährleisten.

Der Weißblechdruck wird auf der Druckeisen-Produktionslinie abgeschlossen und diese Linie umfasst Fütterungsausrüstung, Offsetdruckwerk, Beschichtungseinheit, Trockenraum und Filmempfangsgerät.

Weißblechdruckverfahren

Zweck: Bewerben Designs, Logos, Muster und Farben auf die Weißblechoberfläche zum Branding und zur Dekoration.

Prozess:

Das Weißblech ist beschichtet mit einer Grundierung (normalerweise weiß oder gold).

Der Druck erfolgt mit Offsetdruck (Lithografie) – typisch CMYK-Farben.

A Lack-/Überdruckbeschichtung (glänzend, matt oder Spot-UV) wird aufgetragen, um die Tinte zu schützen und das Erscheinungsbild zu verbessern.

Anwendung: Wird verwendet, wenn die Dose Optik (z. B. Konservendosen, Teedosen, Geschenkdosen, Kosmetikdosen).

Druck = Grafik + Markendekoration.

Weißblech-Lackierprozess

Zweck: Um eine Schutzlackschicht (nicht zur Dekoration, sondern für Funktionalität & Produktsicherheit).

Prozess:

Eine dünne, klare oder farbige Beschichtung (Lack) wird auf die Weißblechoberfläche aufgesprüht oder aufgewalzt.

Lack ist dann im Ofen ausgehärtet um einen stabilen Schutzfilm zu bilden.

Lackarten:

Klarer Lack – transparenter, gerechter Schutz.

Goldlack – verleiht einen goldenen Farbton, oft in Konservendosen.

Epoxid-Phenollack – sehr widerstandsfähig, wird im Inneren von Getränkedosen, Konservendosen oder Chemikalienbehältern verwendet.

Anwendung: Wird hauptsächlich auf der Innenseiten von Dosen (um eine Reaktion zwischen Metall und Produkt zu verhindern, wie etwa Tee, Kaffee, Kekse, Kosmetika, Tabak usw.) oder manchmal auf der Außenseite als Schutzunterlage vor dem Drucken.

Lackierung = Schutzbarriere für Lebensmittelsicherheit und Korrosionsbeständigkeit.

Vollfarbtechnik

Am häufigsten wird für den Weißblechdruck das Offset-Vollfarbverfahren (Lithografie) verwendet. Verschiedene kundenspezifische Druckanforderungen lassen sich hauptsächlich in die folgenden Optionen unterteilen:

weiße Grundbeschichtung

Dies ist eines der wichtigsten Beschichtungsverfahren (Weißlackierung) für individuell bedruckte Dosen. Dabei wird eine weiße Grundierung auf die Oberfläche von Weißblech aufgetragen. Die weiße Beschichtung sorgt beim Offsetdruck für lebendigere und präzisere Farben, da Weißblech selbst silbergrau ist und die gedruckten Farben verfälschen kann.

Vor jedem anderen Farbdruck (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) wird zunächst eine Weißbeschichtung auf Weißblech aufgebracht. Der Druck auf einer weißen Oberfläche macht es unmöglich, einen transparenten oder vollmetallischen Effekt zu erzielen. Hochwertiger, individueller Druck von Kunstwerken lässt sich durch eine präzise Weißbeschichtung leicht erzielen. Diese Linie ist hauptsächlich für die Weißbeschichtung (vollständig weißer Hintergrund) vorgesehen.

weiße Grundbeschichtung – Geschweißte Blechdose

Der Weißblechdruck auf geschweißten Blechdosen unterscheidet sich von dem auf herkömmlichen Dosen. Der Druck auf geschweißten Blechdosen erfordert eine Schweißnaht (ca. 4–6 mm breit), die sich überlappt und den Druck in diesem Bereich verdeckt. Das Schweißen ist ein kritischer Prozessschritt. Die Beschichtung an der Schweißnaht wird beschädigt, daher muss die Schweißnaht nach dem Schweißen neu beschichtet werden.

Die Seitennaht der geschweißten Dose wird durch „Nahtschweißen“, eine Art elektrisches Widerstandsschweißen, versiegelt. Beide Enden des Rohlings werden übereinandergelegt und mit thermischem Widerstand verschweißt, um einen zylindrischen Dosenkörper zu bilden.
Als Elektrode wird dünner Kupferdraht verwendet.
Da sich das Stahlsubstrat an der Schweißstelle entlang der Seitennaht des Dosenkörpers auflöst, was zu einer Oxidation der Oberfläche und einer Verschlechterung der Korrosionsbeständigkeit führt, ist eine Reparaturbeschichtung sowohl auf den Innen- als auch auf den Außenflächen erforderlich, um Korrosion zu verhindern.
Die geschweißte Seitennaht wird außen mit einer OSS-Beschichtung (Outside Side Seam Striping) repariert, um Rost zu verhindern, und innen mit einer ISS-Beschichtung (Inside Side Seam Striping), um den Inhalt zu schützen.
Die geschweißte Dose ist in verschiedenen Größen erhältlich und wird häufig für Getränke, Lebensmittel und Aerosolprodukte verwendet.

Vollmetallischer Druck

Dieser Druck wurde immer dann gewählt, wenn bei Blechverpackungen ein starker Glanz und eine metallische Haptik gefordert waren, wie etwa bei Weihnachtskugeldosen, Sterndosen, Parfümdosen, Kerzendosen, Geschenkdosen usw.

Anders als beim normalen Druck, bei dem für Farbgenauigkeit eine weiße Grundierung verwendet wird, verzichten wir hier auf die weiße Grundierung, damit das natürliche metallische Silber des Weißblechs sichtbar bleibt. Beim Druckverfahren wird das Kunstwerk im Offsetdruckverfahren direkt auf die Weißblechoberfläche gedruckt, die normalerweise unbeschichtet oder zum Schutz mit einem transparenten Lack überzogen ist, aber dennoch den natürlichen metallischen Glanz aufweist. Die Tinten sind leicht transparent, sodass der metallische Hintergrund durch die Farben hindurchscheint und über die gesamte Druckfläche einen metallischen Reflexionseffekt erzeugt. Sehen wir uns unten das individuelle Projekt an.

Partieller Metallicdruck

Anders als beim vollflächigen Metalldruck wird hier nur auf bestimmte Bereiche des Designs eine weiße Grundierung aufgetragen. Überall dort, wo die weiße Schicht aufgetragen wird, wird die metallische Reflexion blockiert, wodurch satte, nichtmetallische Farben entstehen. Wo keine weiße Schicht aufgetragen wird, bleibt der natürliche metallische Glanz des Weißblechs sichtbar. Diese Kombination erzeugt einen partiellen metallischen Glanz und satte Farben im selben Design. Sie wird oft mit Prägungen kombiniert, um ein besonders hochwertiges Gefühl zu erzeugen, wie etwa bei einer Keksdose mit metallischem Logo, aber einfarbigem Hintergrund.

Das Bildmaterial wird sowohl auf die weiß beschichteten als auch auf die blanken Metallflächen gedruckt. Auf blankem Weißblech wirken die Tinten metallisch glänzend; auf weiß beschichteten Flächen wirken die Tinten solide (matt).

Wir sehen regelmäßig, dass der Barcode auf eine weiße Fläche gedruckt wird, um beim Scannen leicht erkannt zu werden. Manche Kundenmarken bevorzugen große Kunstwerke in Metallic-Optik, andere bevorzugen große Kunstwerke in Weiß und kleine Teile in Metallic-Optik. All dies kann nach Ihren Wünschen angepasst werden.

CMYK-Farbdruck

Der CMYK-Offsetdruck ist eines der gängigsten und präzisesten Druckverfahren für Weißblechverpackungen. CMYK-Farben (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) – diese vier Tintenfarben werden in unterschiedlichen Prozentsätzen kombiniert, um Vollfarbbilder (Fotos, Designs, Farbverläufe usw.) zu reproduzieren. Durch die Überlappung kleiner Punkte dieser Tinten können Millionen von Farben erzeugt werden.

Beim Offsetdruckverfahren wird das eingefärbte Bild zunächst von einer Platte → Gummituch → Weißblech übertragen (Offset). Dadurch wird der direkte Kontakt zwischen Platte und Druckoberfläche vermieden und ein scharfer, sauberer und haltbarer Druck gewährleistet. Es werden vier Platten hergestellt, eine für jeden Farbkanal. Jede Platte hat Bildbereiche (farbanziehend) und Nicht-Bildbereiche (farbabweisend). Die Druckmaschine trägt nacheinander Cyan-, Magenta-, Gelb- und Schwarz-Tinten auf. Jede Farbe wird präzise ausgerichtet (Registrierung), sodass sich die Punkte korrekt überlappen.

Der CMYK-Offsetdruck ist kostengünstig für den Druck großer Auflagen, bietet eine konsistente Farbwiedergabe und hohe Auflösung und ermöglicht den Druck komplexer Designs, Farbverläufe und Vollfarbbilder auf Weißblech.

Pantone-Farbdruck

Pantone-Druck (Schmuckfarbe) wird bei Weißblechverpackungen häufig zusammen mit oder anstelle von CMYK verwendet, wenn Marken exakte, konsistente Farben benötigen (wie Coca-Cola-Rot oder Tiffany-Blau).

Anstatt Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz beim Drucken zu mischen, werden Pantone-Tinten nach dem Pantone Matching System (PMS) vorgemischt. Jede Pantone-Tinte verfügt über eine einzigartige Formel, die sicherstellt, dass über alle Chargen, Substrate und Drucker hinweg konsistent die gleiche Farbe gedruckt wird.

Pantone-Offsetdruckverfahren auf Weißblech:

Designvorbereitung: Das Artwork gibt bestimmte Farben als Pantone-Sonderfarben statt CMYK an

Plattenherstellung: Für jede verwendete Pantone-Farbe wird eine separate Druckplatte hergestellt. Wenn ein Design 2 Pantone-Tinten + Schwarz verwendet, sind 3 Platten erforderlich.

Tintenmischung: Pantone-Tinte wird hergestellt (durch Mischen von Basispigmenten gemäß der Pantone-Formel). Einige Farben sind metallisch oder fluoreszierend, was mit CMYK nicht erreicht werden kann.

Drucken auf Weißblech: Die Tinte wird wie beim Offsetdruck von der Platte → Gummituch → Weißblech übertragen.

Da es sich um eine feste, vorgemischte Tinte handelt, wird in einer flachen, einheitlichen Farbe gedruckt (keine Punkte wie bei CMYK).

Matt und Glanz verschwinden

Nachdem Weißblech den CMYK- oder Pantone-Farbdruck durchlaufen hat, ist die Oberfläche noch nicht bereit für die Herstellung von Dosen. Später werden mehrere Schutzlacke oder -beschichtungen (Nachdruckverfahren) darauf aufgetragen, um die Bleche vor dem Schneiden und Formen zu schützen, zu verschönern und vorzubereiten.

Auf das bedruckte Weißblech wird eine transparente Schutzschicht (glänzend, matt oder mit Spezialeffekt) aufgetragen, um die Farbschicht vor Kratzern und Abnutzung zu schützen, die Beständigkeit gegen Hitze, Feuchtigkeit und Chemikalien zu verbessern und das gewünschte Finish (glänzend, matt, strukturiert) zu erzielen.

Anschließend werden die beschichteten Weißbleche in einen Trockenofen geleitet. Durch das Einbrennen werden Tinte und Lack gehärtet und sorgen für eine starke Haftung.

Tinte

Da die Druckfarbe indirekt auf die glatte Metalloberfläche gedruckt wird, ist die Trockenheit der Druckfarbe sehr wichtig, da die Farbe selbst durch Oxidationsreaktionen und die Verflüchtigung des Lösungsmittels anhaftet. Es ist wichtig, dass die Farbe gut haftet, verarbeitungsbeständig, sterilisierbar, hitzebeständig und wasserbeständig ist. Außerdem muss sie für den Offsetdruck geeignet sein, z. B. hinsichtlich Fließfähigkeit und Feinheit.

Farbsequenz

Bei Monochrom- oder Zweifarbendruckmaschinen werden beim Drucken der Farbreihenfolge normalerweise die folgenden Richtlinien beachtet: Zuerst wird ein kleiner Punktumschlagbereich gedruckt, dann wird ein großer Punktumschlagbereich gedruckt; zuerst wird eine dunkle Tinte mit geringer Transparenz gedruckt, dann wird eine helle Tinte mit guter Transparenz gedruckt; zuerst wird eine flache Farbe gedruckt, dann wird eine Feldfarbe gedruckt: Magenta basiert auf warmen Farben, danach wird Gelb gedruckt, Cyan basiert auf kalten Farben.

Druckmaschinenaufbereitung

Die Spezifikationen von Weißblech und die Dickenänderungen müssen häufig von den Umgebungsregeln der Druckmaschine abhängig sein. Die Druckeinstellung für Einzel- und Doppelbleche, Düsen usw. muss gestoppt werden. Auch das Drucktuch muss häufig gewechselt werden.

Wenn Sie weitere individuelle Verpackungslösungen für Ihre individuellen Dosen benötigen, können Sie sich gerne an uns wenden.​

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